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Häufig gestellte Fragen
Dass die schönsten und elegantesten Boote seit jeher aus Mahagoni waren, darüber besteht kein Zweifel. Doch über weitere Kriterien existieren die vielfältigsten, zumeist überholten, Vorstellungen.
Bekommt man Holzboote eigentlich dicht?
Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten: Holzboote nach traditioneller Bauart (z.B. Klinkerbauweise, Massivholz) haben in der Regel Probleme mit der Dichtheit, da die Bauelemente in gewissen Abständen mit Kupfernieten verbunden sind. Die Fugen sind kalfatert, d.h. die Nähte zwischen hölzernen Schiffsplanken werden mit Werg oder Baumwolle und Holzteer, Pech oder Gummi abgedichtet.

Diese Bauweise birgt Probleme. So schrumpft beispielsweise die Holzmasse, wenn das Schiff längere Zeit auf dem Trockenen liegt, es wird undicht. Im Idealfall dichten sich aber die betroffenen Stellen nach einer Weile im Wasser durch Aufquellen wieder ab.

Die Modelle der Pirich-Flotte hingegen werden nach den neuesten Erkenntnissen der Bootsbautechnik gebaut. Der Bootskörper besteht entweder aus seewasserfesten und kochfesten erstklassigen Bootsbausperrholzplatten aus Mahagoni, die mit dem Klasse-1-Gütesiegel des Germanischen Lloyd versehen sind und auf die der Hersteller 20 Jahre Garantie gibt. Oder der Rumpf ist formverleimt, d.h. er ist aus mehreren Schichten Mahagoniholz so aufgebaut, daß die Fasern der einzelnen Schichten in unterschiedlichen Richtungen verlaufen. Bei beiden Varianten werden die Elemente mit Epoxidharz verbunden, im Unterwasserbereich optional in Verbindung mit einer speziellen Glasfasermatte, so dass der Rumpf aus einem Guss ist. Diese Konstruktion ist zu 100 % dicht und bei weitem stabiler als jede andere Konstruktionsweise.

Was ist, wenn ich ein Loch in mein Boot fahre?
Bei Holzbooten kann man jedes Bauteil erneuern oder ausbessern, ohne dass dies bei fachgerechter Durchführung einen Wertverlust bedeutet. Es gibt Holzschiffe, die schon mehrere hundert Jahre alt sind.

Und die Umwelt? Werden die Regenwälder nicht abgeholzt für den Bootsbau?
Ein Mahagoniboot besteht zum größten Teil aus Holz, anders als ein GFK-Boot. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Steigt die Nachfrage, so rentiert sich für die tropischen Länder auch die Aufforstung. Plantagenholz wächst schneller, ist von daher auch nicht ganz so fest wie Holz aus dem Regenwald, jedoch macht die moderne Verarbeitung diesen Nachteil wieder wett.
Durch nachwachsendes Holz wird CO2 gebunden. Auf einen Nenner gebracht: Wer ein Holzboot kauft, hilft der Umwelt.

Was geschieht hingegen mit einem GFK-Boot, wenn es (nach ca. 20 Jahren) schrottreif ist?
Diese Rubrik soll häufig gestellte Fragen im Vorfeld beantworten, sie dient daher auch gleichzeitig dazu, mit überkommenen Mythen und Vorurteilen über Holzboote aufzuräumen.
Ist die Instandhaltung eines Holzbootes nicht extrem teuer?
Kupfernieten aus dem traditionellen Bootsbau korrodieren, besonders schnell in salzhaltiger Umgebung, und müssen regelmäßig ersetzt werden.

Ein Pirich-Boot ist aus einem Guss und enthält daher keine Nieten.
Ein undichtes Holzboot bekommt mit der Zeit Fäulnisprobleme. Somit muss sogar oftmals nach einiger Zeit der ganze Unterwasserbereich ersetzt werden.
Ein Pirich-Boot ist dicht und daher trocken. Ohne Feuchtigkeit keine Fäulnis.

Wie pflegeintensiv ist ein Mahagoniboot?
Einkomponentenlack, der bei den alten Booten verwendet wurde, blättert mit der Zeit ab und muss in der Regel einmal im Jahr erneuert werden.

Der Decklack eines Pirich-Bootes ist ein mehrkomponentiger Spezial-Bootslack, der in mehreren Schichten aufgetragen wird und die Oberfläche UV-beständig macht und zudem extrem kratzunempfindlich ist. Ein feuchter Lappen genügt zur Reinigung. Etwa alle 5 Jahre, je nach Belastung und Einsatzort, sollte die oberste Schicht angeschliffen und überlackiert werden.

Ist ein Holzboot überhaupt stabil genug, um auch bei gröberer See zu bestehen?
Auch hierauf gibt es zwei Antworten: ein genieteter Rumpf "arbeitet", d. h. bei größeren Belastungen, wie sie durch Schlagen auf rauher See entstehen, entstehen Kraftspitzen entlang der Fugen, besonders im Bereich der Verbindungsnieten. Im Laufe der Zeit kann dadurch die Konstruktion "aus den Fugen" gehen.

Im Bootskörper eines Pirich-Bootes erfolgt ein gleichmäßiger Kraftfluss, vom Kiel über die Seitenwände bis ins Deck. Die Kräfte werden gleichmäßig verteilt. Somit wirkt nur ein Bruchteil der Kräfte auf die einzelnen Bauelemente, die in ihrer ganzen Länge gleichmäßig miteinander verbunden sind.

Unsere Prototypen und Vorführmodelle sind seit Jahren im härtesten Einsatz, auf Seen, Flüssen und auf dem Meer, jedes legt jährlich Distanzen von um die 1500 Seemeilen zurück. Die Rumpfsubstanz ist wie am ersten Tag.

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